1935 - 2005 | 70 JAHRE WUPPERTALER GEWERKSCHAFTSPROZESSE | VORBEREITUNG ZUM HOCHVERRAT 1935 - 2005 | 70 JAHRE WUPPERTALER GEWERKSCHAFTSPROZESSE | VORBEREITUNG ZUM HOCHVERRAT # #
HISTORISCHER HINTERGRUND
WIDERSTAND
GEWERKSCHAFTSPROZESSE
NACH DEN PROZESSEN
BIOGRAFIEN
SERVICE
DATENBANK
KONTAKT
IMPRESSUM
 
Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse
#
 
BIOGRAFIEN

Opferbiografien
  - Claasen, Paul
  - Dallmann, Hans
  - Dollmann, Paul
  - Ernst, Thomas
  - Gehlen, August
  - Gehse, Paul
  - Gießwein, Arthur
  - Gilde, Otto
  - Hoffmann, Erich
  - Keip, Hans
  - Keip, Margarethe
  - Krämer, Friedrich
  - Laufer, Oswald
  - Limberg, Emil
  - Mann, Adolf
  - Montanus, Heinrich
  - Muth, Heinrich
  - Muth, Willi
  - Römer, Fritz
  - Schuh, Josef
  - Schwarz, Adolf
  - Schwebinghaus, Otto
  - Senger, Friedrich
  - Werner, Erich
  - Witte, Emil
  - Witte, Arthur
Täterbiografien
 
Thomas Ernst
 

Thomas Ernst wurde am 22. November 1909 in Barmen geboren. Der gelernte Schreiner war Mitglied der SPD und der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), wo er auch Charlotte Klunker kennen lernt, die er später heiratete. Ernst arbeitete bei der Konsumgenossenschaft ?Vorwärts-Befreiung? zunächst als Schreiner, später als Kraftfahrer. 1932 geriet die Genossenschaft immer mehr unter den Druck der SA und der NSDAP, der sich auch wirtschaftlich auswirkte. Ende September wurde Ernst deshalb aus Arbeitsmangel entlassen und blieb bis zu seiner Verhaftung 1935 arbeitslos.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten waren sich Charlotte und Thomas Ernst einig, dass sie im sozialistischen Sinne weiter illegal politisch aktiv bleiben wollten. Sie schlossen sich mit einer Gruppe Kommunisten um Ernsts Onkel Paul Blomberg zusammen und stellten ihre Wohnung als Umschlagplatz für illegale Schriften der Widerstandsbewegung zur Verfügung. Am 15. März 1935 wurde Thomas Ernst verhaftet und zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus vom Oberlandesgericht (OLG) Hamm verurteilt, die er bis zum 15. September 1937 im Gütersloher Strafgefangenenlager Oberems absaß.

Nach seiner Rückkehr nach Wuppertal fand er wieder Arbeit als Schreiner und stieg später zum technischen Leiter auf, bevor er zur Wehrmacht eingezogen wurde.
Bis zum 28. Dezember 1948 war Ernst in russischer Krieggefangenschaft. Danach arbeitete er wieder bei der Konsumgenossenschaft Wuppertal und wurde dort 1959 Abteilungsleiter. Dabei wurde er von einem schweren Magengeschwürleiden und Depressionen immer wieder zurückgeworfen. Am 30. Juli 1962 setzte Ernst seinem Leben im Alter von 52 Jahren durch Freitod ein Ende. Sein Hausarzt brachte diese Kurzschlusshandlung mit den erlittenen Verfolgungen in Zusammenhang.

#
  PlanCMS | © 2018 by planschmie.de | best viewed with Mozilla