1935 - 2005 | 70 JAHRE WUPPERTALER GEWERKSCHAFTSPROZESSE | VORBEREITUNG ZUM HOCHVERRAT 1935 - 2005 | 70 JAHRE WUPPERTALER GEWERKSCHAFTSPROZESSE | VORBEREITUNG ZUM HOCHVERRAT # #
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Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse
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Täterbiografien
 
Fritz Römer
 

Fritz Römer wurde am 13. September 1897 in Barmen geboren. Der gelernte Maschinenschlosser war Sozialdemokrat und Mitglied sowie vor 1933 letzter Vorsitzender der Wuppertaler Ortsgruppe des sozialistischen Touristenvereins Die Naturfreunde.

Nach dem Verbot der Ortsgruppe hielt er die Verbindung zu anderen Naturfreunden aufrecht, mit denen er auch weiterhin Wanderungen unternahm. Der Beginn der Massenverhaftungen 1935 und die Berichte über die brutalen Methoden der Gestapo ließen ihn den Entschluss fassen, gemeinsam mit zwei kommunistischen Naturfreunden Flugblätter zu produzieren, in denen die Wuppertaler Bevölkerung über die Gestapo-Methoden aufgeklärt wurde.

Am 20. Juni 1936 verhaftete ihn die Gestapo in seiner Wohnung in der Barmer Bogenstraße und beschlagnahmte gleichzeitig seine Bibliothek. Das OLG Hamm verurteilte Römer wegen seiner Beteiligung an der Produktion der Flugblätter zu drei Jahren Zuchthaus. Zwölf Monate verbrachte er im Zuchthaus Herford, wo er sich eine schwere Rippenfellentzündung zuzog. Während der letzten 14 Monate seiner Haft musste er im Gütersloher Strafgefangenenlager Oberems schwerste Arbeiten unter freien Himmel verrichten, was zu einem chronischen Lungenleiden führte. Am 21. Juni 1939 wurde er nach Verbüßung der vollen drei Jahre nach Wuppertal entlassen und fand schnell wieder Arbeit als Schlosser.

Nach Kriegsende war Römer maßgeblich am Wiederaufbau der Naturfreunde-Bewegung beteiligt und von 1947 bis 1957 erneut Vorsitzender der Ortsgruppe Wuppertal.

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