1935 - 2005 | 70 JAHRE WUPPERTALER GEWERKSCHAFTSPROZESSE | VORBEREITUNG ZUM HOCHVERRAT 1935 - 2005 | 70 JAHRE WUPPERTALER GEWERKSCHAFTSPROZESSE | VORBEREITUNG ZUM HOCHVERRAT # #
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DIE AUFLÖSUNG DES WUPPERTAL-KOMITEES
 

Die Solidaritätsarbeit zu den Prozessen im Frühjahr 1936 war sicherlich der Höhepunkt der Arbeit des Wuppertal-Komitees. Weitere Pressebulletins wurden herausgegeben, die sich auch mit Prozessen in anderen Städten befassten. Einige Mitglieder engagierten sich zudem in der Kampagne gegen die Olympiade in Deutschland. Das Wuppertal-Komitee stellte seine Tätigkeit offiziell 1937 ein.

Selma Meijer war nach Ansicht eines Komintern-Emissärs, nicht mehr für den kommunistischen Widerstand aktiv. Nach dem deutschen Einmarsch in die Niederlande 1940 flüchte sie zunächst nach Frankreich, kehrte aber kurze Zeit später nach Amsterdam zurück, wo sie am 26.Oktober 1940 von einem Gestapo-Kommando verhaftet wurde. Sie wurde nach Berlin gebracht und starb im Gefängnis Berlin-Moabit an den Folgen der dort erlittenen Folter.

Friedrich Rüddenklau ging zunächst nach Belgien, wurde 1937 aber als ?Abtrünniger? aus der KPD ausgeschlossen. 1940 fiel er den Deutschen in die Hände. Er starb 1942 im Zuchthaus. Dr. Adrianus Oerlemans und Anna Aleida Alma wurden im Zuge der Strafsache gegen Rüddenklau von der Gestapo festgenommen. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

Auch die anderen Beteiligten und Unterstützerinnen und Unterstützer standen auf den Fahndungslisten des Sicherheitsdiensts der SS (SD), als die deutsche Wehrmacht 1940 die Niederlande überfiel. Die Vorarbeit hatte 1936 bereits die deutsche Gesandtschaft in Den Haag geleistet. Sie stellte umfangreiche Dossiers über die niederländischen Unterstützer zusammen. Ein Teil der namentlich aufgeführten jüdischen Intellektuellen wurde nach Sobibor und Auschwitz deportiert und dort ermordet.

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